Mit den steigenden Temperaturen beginnt aktuell die Nestbauphase der Asiatischen Hornisse (Vespa velutina) in unserer Region. Die invasive Art, die sich in den vergangenen Jahren zunehmend in Deutschland ausgebreitet hat, errichtet zunächst kleine sogenannte Primärnester (Gründungsnester).
Diese frühen Nester befinden sich häufig in Bodennähe, etwa in Geräteschuppen, Gartenhütten oder anderen geschützten Hohlräumen. Aufgrund ihrer versteckten Lage bleiben sie oft lange unentdeckt. Gerade jetzt sind diese Primärnester am einfachsten zu entfernen, da sie noch klein und gut zugänglich sind. Der Aufwand ist deutlich geringer als zu einem späteren Zeitpunkt.
Im Laufe des Jahres ziehen die Tiere in größere Sekundärnester um, die meist hoch in Bäumen angelegt werden und mehrere tausend Tiere beherbergen können. Eine Entfernung ist dann wesentlich aufwendiger.
Besonders im Fokus steht die Bedrohung heimischer Insektenarten, allen voran der Honigbienen. Die Bevölkerung wird daher gebeten, aufmerksam zu sein und mögliche Nester oder Sichtungen zu melden. Ein frühzeitiges Erkennen der kleinen Anfangsnester kann entscheidend dazu beitragen, die weitere Ausbreitung einzudämmen.
Wichtig ist: Nester sollten keinesfalls eigenständig entfernt werden – dies sollte ausschließlich durch Fachpersonal erfolgen. Zum jetzigen Zeitpunkt stellt die Asiatische Hornisse noch keine Gefahr für Menschen dar, ein respektvoller Abstand ist jedoch zu empfehlen. Im späteren Jahr können die großen Sekundärnester eine Gefahr darstellen, da die Hornissen ihr Nest sehr stark verteidigen.
Bei einem Fund in Lauf können sich Lauferinnen und Laufer gerne DIREKT unter 0162/3768436 an Jonas Lienhard, der von der Gemeinde mit einem Spezialanzug ausgerüstet wurde, wenden. Herr Lienhard wird dann auch die Meldung an die Landesanstalt für Umwelt für Sie vornehmen.
Die Gemeinde Lauf bedankt sich auf diesem Weg herzlich bei ihm für sein ehrenamtliches Engagement.
Hier geht's zum Flyer der Landesanstalt für Umwelt (LUBW)