Vereins- und Gemeindepavillon feierlich eröffnet – nachhaltig umgestaltet und vielseitig nutzbar
Am Sonntag, 18. Oktober, wurde der neu gestaltete Vereins- und Gemeindepavillon im Rahmen einer feierlichen Einweihung offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben. Mit der Umgestaltung ist ein vielseitig nutzbarer Ort entstanden, der künftig den Laufer Vereinen und Gruppierungen sowie der Schule und dem Kindergarten zur Verfügung steht.
Zur Eröffnung begrüßte die Gemeinde zahlreiche Gäste, darunter Architekt Georg Metzinger, Gemeindereferentin Simone Sattler, Mitglieder des Gemeinderats und Vertreter der örtlichen Vereine. Für die musikalische Umrahmung sorgte das Mai-Trio der Harmonikafreunde. Bürgermeisterin Bettina Kist gab einen Einblick in die Geschichte des Gebäudes, während Architekt Georg Metzinger die baulichen Hintergründe der Umgestaltung erläuterte. Anschließend segnete Gemeindereferentin Simone Sattler den Pavillon.
Vom Provisorium zur nachhaltigen Lösung
Das Gebäude blickt auf eine mehr als 60-jährige Geschichte zurück. Als letzter verbliebener von ursprünglich fünf Pavillons diente es zunächst als Klassenzimmer der Grundschule. Später wurden die Räumlichkeiten unter anderem als Probelokal für den Musikverein und zur Erweiterung der Kinderbetreuung genutzt. Zuletzt war dort die Kinderkrippe St. Anna untergebracht, in der Kinder unter drei Jahren betreut wurden.
Nachdem es im Jahr 2020 im provisorischen Anbau, der seit mehr als 20 Jahren an den ursprünglich massiv und robust errichteten Pavillon anschloss, zu einem Spitzmausbefall gekommen war, suchte die Gemeinde nach einer dauerhaften und ausreichend dimensionierten Lösung für die Betreuung der jüngsten Kinder. Ab dem Jahr 2022 befasst man sich mit der endgültigen Standortsuche, der Planung und dem Bau einer neuen Kindertagesstätte. Der bisherige Platz erwies sich als zu klein, um in ausreichender Dimension anbauen zu können.
Mit der Eröffnung der neuen Kinderkrippe St. Anna im Jahr 2024 entstanden moderne Betreuungsräume auf der nördlichen Seite der Neuwindeckhalle. Zugleich wurde dadurch eine dringend benötigte Erweiterung der verlässlichen Grundschule möglich: Die Harmonikafreunde erhielten einen Proberaum im Pavillon und konnten ihre bisherigen Räumlichkeiten in der Schule freigeben. Diesen neuen Proberaum haben sie überwiegend selbst renoviert. Die Gemeinde bedankt sich an dieser Stelle für die Bereitschaft, nun bereits ein fünftes Mal mit dem Probelokal umzuziehen und sich neu einzurichten. Im Gegenzug wird der Mehrwert durch die ebenerdige Lage und die bessere Belichtung sehr geschätzt.
Für den verbliebenen Gebäudeteil des Pavillons stellte sich anschließend die Frage nach einer sinnvollen Nachnutzung. Ziel war es, die ursprüngliche Bausubstanz zu erhalten, die nicht mehr nutzbaren und als Provisorium geschaffenen Gebäudeteile zurück zubauen und das Gebäude nachhaltig weiterzuentwickeln.
Vielseitige Nutzungsmöglichkeiten
Neben zwei geschlossenen Räumen stehen ein großzügiger Flur, eine Küche mit Sitzgelegenheit und eine weitläufige, überdachte Fläche zur Verfügung. Auch die Toilette wurde barrierefrei umgebaut. Damit bietet der Pavillon vielfältige Möglichkeiten für interne Vereinsaktivitäten und öffentliche Veranstaltungen.
Die Räumlichkeiten können künftig von Vereinen und Gruppierungen sowie von der Schule und dem Kindergarten genutzt werden. Besonders der Kindergarten St. Josef profitiert von der Neugestaltung: Durch die entsprechende Gestaltung der Zaunanlagen kann die überdachte Fläche bei Bedarf vorübergehend in das Außengelände einbezogen werden und so zusätzliche Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten bieten. Ein Großteil des bisherigen Außengeländes wurde gar als fester Bestandteil in den Außenbereich des Kindergartens St. Josef integriert.
Überschaubare Kosten dank Zuschüssen
Die Gesamtkosten für die Umgestaltung belaufen sich auf rund 110.000 Euro. Zuschüsse in Höhe von etwa 60.000 Euro reduzieren den finanziellen Anteil der Gemeinde auf rund 50.000 Euro. So konnte aus einem in die Jahre gekommenen Gebäudeteil ein attraktiver und vielseitig nutzbarer Treffpunkt geschaffen werden.
Eine beschlossene Nutzungsordnung regelt künftig die Vergabe der Räumlichkeiten. Interessierte Vereine und Gruppierungen können die Nutzung nach vorheriger Anmeldung bei Frau Christine Schmidt vereinbaren. Für öffentliche Veranstaltungen ist ein kleines Nutzungsentgelt vorgesehen.
Ein Ort der Begegnung für die Zukunft
Ein besonderer Dank galt Architekt Georg Metzinger, Bauamtsleiter Wolfgang Flink, dem Bauhof, Hausmeister Frank Oswald, den beteiligten Handwerksfirmen sowie dem Gemeinderat. Ein großer Dank galt außerdem den Harmonikafreunde für ihr Engagement rund um den Eröffnungstag.
Beim anschließenden Tag der offenen Tür konnten die Besucherinnen und Besucher die neu gestalteten Räumlichkeiten bei Kaffee und Kuchen besichtigen. Für Unterhaltung sorgte erneut das Mai-Trio. Die Harmonikafreunde nutzten die Gelegenheit, ihren neuen Proberaum vorzustellen und zugleich für neue Mitglieder zu werben.
Mit dem neu gestalteten Vereins- und Gemeindepavillon gewinnt die Gemeinde einen Ort, an dem Vereinsleben, Musik, Begegnung und gemeinschaftliche Aktivitäten künftig ihren festen Platz finden sollen. Die Einweihung markiert damit den Beginn eines neuen Kapitels in der mehr als 60-jährigen Geschichte des Gebäudes – und schafft Raum für ein lebendiges Miteinander in der Gemeinde.