An der neuen Neuwindeckhalle gibt es nun auch im mittleren Hallendrittel eine große Türöffnung ins Freie.
Was steckt dahinter?
Kürzlich fand nach mehreren Jahren wieder eine Brandschutzschau statt. Das Ergebnis war eine umfangreiche Liste brandschutzrechtlicher Maßnahmen, die von der Gemeinde umgesetzt werden mussten. Eine dieser Auflagen betraf die Belüftung des mittleren Hallendrittels.
Wenn die Halle genutzt wird und alle drei Hallendrittel durch heruntergelassene Vorhänge voneinander getrennt sind, halten sich in den einzelnen Bereichen Personen auf. Für den Brandfall muss deshalb auch im mittleren Hallendrittel eine Möglichkeit geschaffen werden, bodennah Frischluft zuzuführen.
Und ja, Sie hören richtig: Bei der neuen Türöffnung handelt es sich nicht um einen zusätzlichen Fluchtweg. Sie dient vielmehr dazu, im Alarm- bzw. Brandfall eine bodennahe Frischluftzufuhr für das mittlere Hallendrittel sicherzustellen.
Im Zuge der notwendigen Arbeiten wurden gleichzeitig weitere brandschutztechnische Auflagen umgesetzt:
Verlegung der Rauch- und Wärmeabzugsanlage (RWA) in den Regieraum
Einbau einer zweiten RWA zur Ansteuerung der oberen Seitenfenster, die im Alarmfall schließen, damit die Frischluftzufuhr bodennah erfolgen kann
Erneuerung der RWA-Lichtkuppeln einschließlich Fallschutz
Einbau von zwei Sirenen
Montage einer Steigleiter an der Hallenaußenseite
Erneuerung der Stellmotoren der Seitenfenster
Anpassung und Modifizierung der Sicherheitsbeleuchtung
Überarbeitung der elektrischen Verteilerpläne
Die Gemeinde hat damit die brandschutzrechtlichen Vorgaben vollständig umgesetzt – nicht zuletzt, weil andernfalls eine Schließung der Halle gedroht hätte.
Die nun realisierte Lösung war mit rund 60.000 Euro entsprechend kostenintensiv.